Pace-Rechner fürs Laufen – min/km, km/h, Zielzeit

Pace-Rechner fürs Laufen

Ein Marathon unter 4 Stunden braucht 5:41 min/km, 10 km mit 5:30 min/km dauern 55:00. Gib Distanz und Zeit ein: Pace, km/h und Endzeiten bis 50 km.

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So berechnest du deine Pace

  1. Einheit wählen

    Der Schalter oben im Rechner wechselt zwischen km und Meilen. Lass ihn auf km, dann bekommst du die Pace in min/km und die Geschwindigkeit in km/h.

  2. Distanz eingeben

    Tippe auf 5K, 10K, HM oder Marathon oder gib eine eigene Distanz ein, zum Beispiel 12 für einen Lauf über 12 km.

  3. Zeit eingeben

    Stunden, Minuten und Sekunden stehen in drei getrennten Feldern: 4, 0 und 0 für einen Marathon in 4 Stunden, 0, 50 und 0 für 10 km in 50 Minuten.

  4. Pace berechnen

    Du siehst deine Pace in min/km, die Geschwindigkeit in km/h, eine grobe Einstufung von Anfänger bis Elite, die Endzeiten für acht Distanzen und – bei einer Pace zwischen 2:44 und 8:58 min/km – fünf geschätzte Trainingsbereiche.

Tempotabelle für Marathon und Halbmarathon

Berlin-Marathon, Hamburg-Marathon, Frankfurt-Marathon: Alle führen über 42,195 km, die Tempotabelle – auch Pace-Tabelle genannt – gilt also für jeden Stadtmarathon. Alle Werte stammen aus diesem Rechner und gelten für genau die angegebene Pace. Die Spalte Halbmarathon zeigt deine Zwischenzeit bei 21,1 km – und zugleich deine Endzeit, wenn du einen Halbmarathon mit dieser Pace läufst.

Marathon-ZielzeitPace (min/km)km/h10 kmHalbmarathon30 kmEndzeit
unter 3:004:1514,1242:301:29:402:07:302:59:20
unter 3:304:5812,0849:401:44:472:29:003:29:34
unter 4:005:4110,5656:501:59:542:50:303:59:48
unter 4:306:239,401:03:502:14:403:11:304:29:21

Achtung, Rundungsfalle: Gibst du 42,195 km und 3:00:00 ein, zeigt der Rechner 4:16 min/km – und genau diese Pace ergibt 3:00:02. Die Pace wird auf ganze Sekunden gerundet, bei 42 Kilometern summiert sich das. Für eine Zielzeit knapp unter der Marke nimmst du deshalb die nächstschnellere Sekunde: 4:15 statt 4:16, 4:58 statt 4:59, 6:23 statt 6:24. Beim Halbmarathon gilt dasselbe: 4:15 min/km bringt dich mit 1:29:40 unter 1:30, 4:16 nicht mehr.

Für den Wettkampftag kannst du die Zwischenzeiten als Armband ausdrucken, mit dem Pace-Band-Generator (auf Englisch).

Gleichmäßig laufen statt zu schnell starten

Ein typischer Fehler im Rennen ist ein zu schneller Start – auf den ersten Kilometern fühlt sich die Zielpace oft fast zu leicht an. Die Übersichtsarbeit von Abbiss und Laursen (Sports Medicine, 2008) fasst die Forschung so zusammen: Bei Belastungen, die länger als zwei Minuten dauern, können sich die Zeiten verbessern, wenn die Pace gleichmäßiger verteilt wird. Für 10 km, Halbmarathon und Marathon heißt das: möglichst gleichmäßige Pace. Viele Trainer raten zudem: Wenn schon ungleich, dann lieber ein negativer Split – die zweite Hälfte schneller als die erste – als ein zu schneller Start.

Wie wenig Spielraum dabei bleibt, zeigt der Rechner: 10 Sekunden pro Kilometer summieren sich über 42,195 km auf rund 7 Minuten – 5:31 min/km ergibt 3:52:47, 5:41 min/km ergibt 3:59:48. Wer die ersten Kilometer 10 Sekunden zu schnell angeht, läuft in diesem Moment im Tempo einer rund 7 Minuten schnelleren Zielzeit.

  • Erste 5 km: eher ein paar Sekunden langsamer als deine Zielpace laufen, auf keinen Fall schneller.
  • Kontrollpunkte: Zwischenzeiten bei 10 km, Halbmarathon und 30 km aus der Tabelle vergleichen, statt jeden Kilometer nachzurechnen. Abweichungen von 5 bis 10 Sekunden auf einem einzelnen Kilometer sind normal.
  • Hügel: Auf welliger Strecke hältst du die Anstrengung gleich, nicht die Pace – bergauf langsamer, bergab zurückholen.

Trainingsbereiche: Was der Rechner aus deiner Pace schätzt

Unter dem Ergebnis zeigt der Rechner fünf Trainingsbereiche, angelehnt an das System von Jack Daniels (Daniels' Running Formula). Der Rechner setzt jeden Bereich als Anteil deiner maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) an:

  • Locker: 59–74 % – lockere Dauerläufe und Longruns.
  • Marathon: 75–84 % – Wettkampftempo im Marathon.
  • Schwelle: 83–88 % – Tempodauerlauf.
  • Intervall: 95–100 % – Intervalle von 3 bis 5 Minuten.
  • Kurzintervalle: 105–110 % – kurze, schnelle Abschnitte mit voller Pause.

Marathon- und Schwellenbereich überschneiden sich bei 83–84 % – die Grenzen sind fließend.

Beispiel: 10 km in 50:00 ergibt locker 5:35–6:41 min/km, Marathon 5:03–5:32, Schwelle 4:52–5:06, Intervall 4:23–4:34 und Kurzintervalle 4:04–4:13 min/km.

Wichtig für die Eingabe: Der Rechner geht davon aus, dass du dein Rennen mit rund 85 % deiner VO2max gelaufen bist – das passt am besten zu einem Halbmarathon-Ergebnis. Ein 10-km-Rennen läuft man meist mit knapp 90 %, deshalb fallen die Bereiche mit einer 10-km-Zeit etwas zu schnell aus, mit einer Marathon-Zielzeit zu langsam: Bei 4:00:00 im Marathon zeigt der Marathonbereich 5:44–6:17 min/km, obwohl deine Zielpace 5:41 ist. Am genauesten wird es mit einem aktuellen Halbmarathon-Ergebnis.

Pace und km/h selbst ausrechnen

Pace ist Zeit geteilt durch Strecke, Geschwindigkeit ist Strecke geteilt durch Zeit. Mehr steckt nicht dahinter:

Pace (min/km) = Zeit (Minuten) / Distanz (km)

Geschwindigkeit (km/h) = 60 / Pace (Minuten)

Beispiel: 10 km in 50 Minuten sind 50 / 10 = 5:00 min/km, und 60 / 5 = 12 km/h. Drei Werte zum Merken: 6:00 min/km = 10 km/h, 5:00 min/km = 12 km/h, 4:00 min/km = 15 km/h. Damit schätzt du jede Anzeige am Laufband im Kopf ab.

Eine Falle steckt in den Distanzen: Der Halbmarathon misst 21,0975 km, der Marathon 42,195 km. Deshalb ist die Halbmarathonzeit nicht einfach das Doppelte der 10-km-Zeit – bei 5:00 min/km sind es 1:45:29 statt 1:40:00. Wer mit runden 21 oder 42 km rechnet, kommt am Ziel zu spät an.

Häufige Fragen

Welche Pace ist gut beim Laufen?

Eine allgemein gute Pace gibt es nicht – sie hängt von Distanz, Alter und Trainingsstand ab. Als grobe Orientierung ordnet der Rechner jede Pace so ein:

  • 7:00 min/km und langsamer: Anfänger
  • 6:00 bis 6:59 min/km: Freizeitläufer
  • 5:00 bis 5:59 min/km: Fortgeschrittene
  • 4:00 bis 4:59 min/km: Erfahrene
  • 3:12 bis 3:59 min/km: Leistungsläufer
  • schneller als 3:12 min/km: Elite

In deutschen Laufforen liest man Sätze wie „endlich die 7er Pace überwunden“ – gemeint ist: schneller als 7:00 min/km, auf 10 km also unter 70 Minuten. Für lockere Läufe zählt die Zahl kaum: Wenn du dabei noch in ganzen Sätzen reden kannst, passt das Tempo.

Was bedeutet „5er Pace“?

„5er Pace“ heißt: Die Kilometerzeit beginnt mit einer 5, also 5:00 bis 5:59 min/km. Auf 10 km ist das der Bereich von 50:00 bis 59:50. Eine „6er Pace“ entspricht 6:00 bis 6:59 min/km, also 1:00:00 bis 1:09:50 auf 10 km.

Die Spanne ist größer, als sie klingt: Zwischen 5:00 und 5:59 min/km liegen im Marathon 3:30:59 und 4:12:28 – mehr als 40 Minuten. Für die Wettkampfplanung reicht die „5er“-Angabe deshalb nicht; rechne mit der genauen Pace auf die Sekunde.

Wie viel km/h ist eine Pace von 4:00?

Eine Pace von 4:00 min/km entspricht 15 km/h. Die Formel: 60 geteilt durch die Pace in Minuten, also 60 / 4 = 15. Sekunden rechnest du vorher in Minutenbruchteile um: 5:30 sind 5,5 Minuten, also 60 / 5,5 = 10,91 km/h. Eine vollständige Tabelle für beide Richtungen hat der Pace-in-km/h-Umrechner.

Welche Pace brauche ich für einen Marathon unter 4 Stunden?

Für einen Marathon unter 4 Stunden brauchst du im Schnitt 5:41 min/km oder schneller. Mit genau dieser Pace kommst du nach 42,195 km bei 3:59:48 an; 5:42 min/km ergibt bereits 4:00:31.

Deine Zwischenzeiten bei 5:41 min/km: 56:50 bei 10 km, 1:59:54 bei der Halbmarathonmarke, 2:50:30 bei 30 km. Mit 5:41 bleiben dir auf der ganzen Strecke nur 12 Sekunden Reserve – zu wenig für Verpflegungsstellen und das Gedränge am Start. Plane deshalb lieber mit 5:35 bis 5:38 min/km.

Welche Pace brauche ich für einen Halbmarathon unter 2 Stunden?

Für einen Halbmarathon unter 2 Stunden brauchst du 5:41 min/km – das ergibt auf 21,0975 km genau 1:59:54. Schon 5:42 min/km führt zu 2:00:15.

Sechs Sekunden Puffer sind in einem vollen Starterfeld schnell weg. Wer die Marke sicher unterbieten will, plant mit 5:35 min/km. Die 10-km-Zwischenzeit bei 5:41 ist 56:50 – liegst du dort schon deutlich darüber, holst du es auf der zweiten Hälfte nur mit einem negativen Split wieder auf.

Pace oder Tempo – was ist der Unterschied?

Die Pace ist die Zeit pro Kilometer, zum Beispiel 5:30 min/km. Die Geschwindigkeit ist die Strecke pro Stunde, zum Beispiel 10,91 km/h – beides beschreibt denselben Lauf, nur umgekehrt.

„Tempo“ ist im Deutschen das allgemeine Wort: Man spricht von einem gleichmäßigen Tempo, vom Tempolauf oder vom Wettkampftempo. Als konkreter Zahlenwert hat sich unter Läufern aber „die Pace“ in min/km durchgesetzt, weil sie direkt zur Endzeit führt: 10 km mit 5:30 min/km dauern 55:00.

Ist 5,30 dasselbe wie 5:30 min/km?

Nein. 5,30 als Dezimalzahl sind 5 Minuten und 18 Sekunden, denn 0,30 Minuten sind 18 Sekunden. Gemeint ist mit „5,30“ in Laufforen aber oft 5 Minuten 30 Sekunden – also 5:30 min/km.

Der Unterschied ist nicht klein: 5:18 min/km ergibt im Marathon 3:43:38, 5:30 min/km dagegen 3:52:04. Schreib die Pace deshalb immer mit Doppelpunkt, wie es auch Laufuhren anzeigen, und rechne Dezimalwerte so um: Nachkommastelle mal 60 ergibt die Sekunden.

Literatur 5 Quellen
  1. Daniels, J. (2014). Daniels' Running Formula, 3rd Edition. Human Kinetics.
  2. Noakes, T. (2003). Lore of Running, 4th Edition. Human Kinetics.
  3. Pfitzinger, P. & Latter, S. (2015). Faster Road Racing: 5K to Half Marathon. Human Kinetics.
  4. Abbiss, C.R. & Laursen, P.B. (2008). Describing and Understanding Pacing Strategies during Athletic Competition. Sports Medicine. doi:10.2165/00007256-200838030-00004
  5. Jones, A.M. & Carter, H. (2000). The effect of endurance training on parameters of aerobic fitness. Sports Medicine. doi:10.2165/00007256-200029060-00001